Eine Kielspur im Meer
Abbado - Nono - Pollini
Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, mehrfach international ausgezeichnet
Sie waren Freunde - im Leben und in der Kunst, der Dirigent, der Pianist und der Komponist. Claudio Abbado, Maurizio Pollini und Luigi Nono teilten miteinander, was große Künstler jenseits der Worte verbinden kann: Eine besondere Sensibilität für die Einzigartigkeit jedes Augenblicks, jeder Begegnung, jeder Entwicklung.
„Mehr Überraschungen, mehr Entdeckungen“, wünschte sich Luigi Nono einmal. Venedig, seine Heimatstadt, wollte er mit immer wieder neuen Augen sehen. Diesen offenen, wachen Blick teilten Claudio Abbado und Maurizio Pollini mit ihm. Sie verband eine künstlerische und auch politische Vision: die Sehnsucht nach einer Welt der Menschlichkeit, der Solidarität und der Aufmerksamkeit. Ascolta – ‚Horch', war Nonos Leitgedanke.
Wozu sie einander inspirierten, erzählen Maurizio Pollini und Claudio Abbado in diesem Film gemeinsam mit Nuria Schoenberg Nono, der Witwe des Komponisten. Luigi Nono selbst ist präsent durch seine Musik und durch poetische Sätze wie: „In Venedig höre ich die Steine, die Farbe der Steine. Ich sehe nicht die Farbe des Meeres - aber ich höre die Farbe des Wassers.“
Vor allem aber wird in der Musik dieser Gleichklang hörbar: eine Spur, die sich ins Herz einschreibt – wie eine Kielspur im Meer.
Mitwirkende
Maurizio Pollini
Claudio Abaddo
Nuria Schoenberg
Alvise Vidolin
André Richard
Rachel Harnisch
Susanne Otto
Martyn Hill
Ulrike Krumbiegel
Erwin Ortner
Daniel Morgenroth
Rezensionen
Zeit Online
Das Hören auf den Kopf stellen >Klassik.com
Venezianische Stimmungsbilder